Hängetrauma

Es wurde bereits sehr viel geschrieben und behauptet zsuspensiontrauma_drammen_craneum Thema Hängetrauma:

Gemeint ist damit ein potenziell lebensbedrohlicher Schockzustand, welcher beispielsweise bei längerem bewegungslosen freien Hängen in einem Auffanggurt auftreten kann.

Aufgrund von diesem Risiko wird weltweit abgeleitet, dass eine Rettung einer abgestürzten Person in 10-20min durch eigene Mittel der Baustelle erfolgen muss.

Diese Zeit kann meist nur erreicht werden, wenn bereits vor Arbeitsaufnahme dem Aspekt Rettung ausreichend Rechnung getragen wird.

Ein guter, sehr nützlicher Artikel auf Wikipedia erläutert die Details und hat am Schluss viele Links zu weiterer Literatur.

Es sind weltweit mehrere Hängetrauma-Fälle mit Todesfolge bekannt - deren geringe Anzahl und die erfolgten Untersuchungen lassen aber nach wie vor keine klaren Aussagen zu.

Fakt ist jedoch:

  1. Bereits einige wenige Minuten in einem einfachen Auffanggurt sind eine Tortur für den Verletzten --> Testen Sie es doch mal selbst
  2. Das Risiko, beim Absturz eine offene Wunde davonzutragen ist in manchen Situationen recht hoch
    Die Verblutungsgefahr ist genau so hoch wie die Gefahr, ein Hängetrauma zu erleiden

Demnach: Vor Arbeitsaufnahme mit PSAgA Rettungsszenarien durchsprechen und vorbereiten!

 

Weitere Infos:

Publikation aus Deutschland

Artikel zu einem Hängetraumaunfall in Norwegen 2005

Artikel zu einem möglichen Hängetraumaunfall in Deutschland - Grevenbroich-Neurath

Sammlung relevanter Dokumente auf WikiDoc

Mehr als eine Bettlektüre: Dissertation von Dr. Marco Einhaus (Für Industriekletterer fast Pflichtlektüre)