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Es gibt in der Schweiz weder Zulassungsbedingungen für Ausbildner und Ausbildungsstätten noch Gesetze, welche die Verantwortlichkeiten von Ausbildnern für PSAgA spezifisch regeln würde. Demnach wird bei Unfällen jeder Fall individuell analysiert und beurteilt - auch bezüglich Umfang und Qualität der Ausbildung (Vergl. VUV Art. 5 & 8).
Entsprechend liegt es in der Eigenverantwortung der Ausbildungsanbieter und deren Ausbildner, gewisse Mindestanforderungen bezüglich Fachwissen und Ausbildungsinfrastruktur zu erfüllen.
Erfahrungsgemäss benötigt man für eine seriöse Ausbildung der Mitarbeiter mindestens einen Tag in einer vorbereiteten Umgebung und einem erfahrenen und vorbereiteten Ausbildner.

Aufgrund regelmässiger Anfragen interssierter Personen wurden hier rudimentär die Anforderungen an eine Ausbildungsstätte zusammengestellt.
(vor allem ist aber gesunder Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein gefragt)

Grundanforderungen an die Ausbildner:  (Details zu finden hier)
1. Die Gruppengrösse pro Ausbildner darf maximal 6-8 Personen betragen.
2. Ein Ausbildner muss sich seiner Verantwortung vollumfänglich bewusst sein und über das notwendige Fachwissen (PSAgA & Anwendungsfall) und Erfahrung verfügen.

Grundanforderungen an die Ausbildungsinfrastruktur:

  • Die Praxisübungen müssen in einer sicheren Umgebung stattfinden können und müssen wo technisch möglich Systemredundant ausgeführt werden.
  • Die Sicherheit der Teilnehmer muss immer gewährleistet sein. Z.B. Absturzkanten sind für die übrigen Kursteilnehmer zu sichern
  • Damit das nötige Fachwissen praxisnah vermittelt werden kann, muss die Ausbil-dungsstätte über die nötige Infrastruktur verfügen: So sollen mit branchenspezifischen Situationen
    (z.B. Steildach für Dachdecker, Schacht für Liftmonteur, Kran für Kranmonteur) usw. ausgestattet und dem Ausbildungsziel stufengerecht angepasst sein.
  • Die für die Ausbildung notwendigen Systeme und Komponenten müssen zum Üben und Begutachten in ausreichender Anzahl vorhanden sein.
  • Die klimatischen und akustischen Bedingungen müssen einen erträglichen Lernbe-trieb ermöglichen
  • Ausbildungsplätze vor Witterung geschützt (Sicherheit steht im Vordergrund).
  • Akustisch geeignet (geringer Lärmpegel, wenig Störgeräusche)
  • Rettung der Teilnehmer muss jederzeit möglich sein. Mögliche Rettungen sind zu planen und in jedem Arbeitsbereich oder Übungsbereich durch Anschlagpunkte in ausreichender Menge zu versehen.
  • Teilnehmer sind für die gesamte Ausbildungsdauer freigestellt (kein "learning on the job" / kein Einfluss vom Tagesgeschäft)

Diese Auflistung ist nicht abschliessend.

Weitere Infos:

www.suva.ch/psaga
www.suva.ch/anschlageinrichtungen

 


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Es gibt in der Schweiz weder Zulassungsbedingungen für Ausbildner und Ausbildungsstätten noch Gesetze, welche die Verantwortlichkeiten von Ausbildnern für PSAgA spezifisch regeln würde.
Demnach wird bei Unfällen jeder Fall individuell analysiert und beurteilt - auch bezüglich Umfang und Qualität der Ausbildung (Vergl. VUV Art. 5 & 8).
Entsprechend liegt es in der Eigenverantwortung der Ausbildungsanbieter und deren Ausbildner, gewisse Mindestanforderungen bezüglich Fachwissen und Ausbildungsinfrastruktur zu erfüllen.
Erfahrungsgemäss benötigt man für eine seriöse Ausbildung der Mitarbeiter mindestens einen Tag in einer vorbereiteten Umgebung und einem erfahrenen und vorbereiteten Ausbildner.

Aufgrund regelmässiger Anfragen interssierter Personen wurde hier ein einfaches Anforderungsprofil an einen Ausbildner PSA gegen Absturz zusammengestellt.
(vor allem ist aber gesunder Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein gefragt)

Grundanforderungen an die Ausbildner:
1. Die Gruppengrösse pro Ausbildner darf maximal 6-8 Personen betragen.
2. Ein Ausbildner muss sich seiner Verantwortung vollumfänglich bewusst sein und über das notwendige Fachwissen (PSAgA & Anwendungsfall) und Erfahrung verfügen.

Der Ausbildner verfügt über fundierte Kenntnisse von:

  • PSAgA Materialkunde
  • Gesetzliche Grundlagen (UVG, VUV, BauAV)
  • Produktesicherheitsgesetz & PSA-Richtlinie, Festigkeit von PSAGA
  • Normen zu PSAgA (EN361, 358, 360 etc.)
  • Planung, Montage von Anschlagpunkten / Anschlagseinrichtungen (EN795 A bis E) 
    --> Fest installierte, temporäre & Anschlagpunkte in der Tragstruktur, inklusive deren fachgerechter Planung, Montage, Prüfung sowie erforderliche Markierung und Dokumentation
  • Priorisierung der Methoden / Techniken (Gesetz & Stand der Technik)
  • Sturzphysik (Fangstoss, Sturzfaktor)
  • Sicherungstheorie à Rückhaltesystem, Arbeitsplatzpositionierung, Sturzauffangsystem
  • Selbst- und Fremdsicherung
  • Beherrscht den Aufbau und das Begehen eines temporären, horizontalen Anschlagpunkte-Systems mit oder ohne verbindendes Seil (Lifeline)  Vektorkräfte!
  • Kenntnisse im Umgang mit permanenten Steigschutzsystemen (EN353 Problematik bei Steigschutzleitern etc.) und permanenten Personensicherungsanlagen (horizontal & vertikal)
  • Kann die korrekte Auswahl geeigneter Höhensicherungsgeräten kontrollieren und Vermitteln (Horizontaleinsatz, Kantenprüfung, Echtkantenproblem etc.)
  • Seil- und Knotenkunde
  • korrekte Bestimmung des notwendigen Sturzraums in allen Systemen (Kollisionsgefahr)
  • Hängetrauma und Wirkung auf den menschlichen Körper
  • Beherrscht die Rettung von verunfallten Personen nach unten und wo nötig nach oben aus Seilsystemen gemäss erstelltem Rettungskonzept .
  • Kennt die Rettungsgeräte, die auf dem Markt angeboten werden und weiss wie diese eingesetzt werden.
  • Vorstieg über Dachhaken zu zweit (analog Kletterhalle)
  • Vorstieg über Dachhaken invers mit Seilsack auf Vorsteiger (Seil am Boden fest verankert)
  • Vorstieg in Modulgerüst, Mast oder Hochregallager mit Y-Haken etc.
  • Anwendung Big-Shot (Industrieschleuder)
  • Gültiger Nothelfer- oder Samariterkurs
  • Grundkenntnisse in Methodik-Didaktik
  • kann ein projektspezifisches Sicherheits- und Rettungskonzept für PSAGA erstellen und vermitteln

Diese Auflistung ist nicht abschliessend und muss mit Berufsgattungsspezifischem know-how des Zielpublikums kombiniert werden können.

Wer steckt hinter www.absturzrisiko.ch?

Seit Jahrzehnten ist es selbstverständlich, dass z.B. Maschinisten jeglicher Art Schulungen zur sicheren und effizienten Bedienung ihres Geräts besuchen können.
Beim Umgang mit PSA gegen Absturz ist dem noch nicht so - wir haben hier noch ettliches Verbesserungspotenzial.

Unter Initiative von Bernhard von Mühlenen wurde Mitte 2009 eine kleine Experten-Arbeitsgruppe gegründet, welche sich fortan dem Thema annahm - daraus wurde unter anderem www.absturzrisiko.ch

Die Grundfinanzierung dieses Vorhabens wurde durch die Suva sichergestellt.

 

portraits
von links nach rechts:
Bernhard von Mühlenen, Tom Hofer (SHRV), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (SBV), René Fischer (SHRV), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (SHRV)

Die technischen Aspekte der Webseite (CMS etc) wurden von Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! (SHRV) gelöst.

 

Wer steckt hinter dem Verein?

SBV - Schweizer Bergführerverband

SHRV - Schweizerischer Höhenarbeiter und Rigging Verband

Vorstand:
Urs Wellauer
Rolf Krämer
Markus Burger
Beat Fischer
Edi Roth
René Fischer

Zertifizierungskommission:
Pit Bangerter
Bruno Lochmann
Patrick Anderegg
Rolf Krämer
Markus Burger
Beat Fischer

Die Grundfinanzierung dieses Vereins wurde durch den SBV und SHRV sichergestellt.

Das Arbeiten mit PSAgA ist eine anspruchsvollen Tätigkeit, welche nicht ungefährlich und oft sehr anstrengend ist. Dies erfordert nebst bestimmten körperlichen und geistigen Voraussetzungen (beispielsweise Schwindelfreiheit, Fitness und Beweglichkeit) eine seriöse Ausbildung.

Damit mit möglichst vertretbarem Aufwand fachgerechte Schulungen angeboten werden können, hat die Arbeitsgruppe nebst der eigentlichen Schulungsunterlagen verschiedene Hilfsmittel für Ausbildner geschaffen.

Ausbildungsstätten und Firmen sollen dadurch einfacher in der Lage sein, den Arbeitnehmenden strukturiertes und praxisorientiertes Fachwissen zur PSAgA zu vermitteln.

Die Hilfsmittel finden Sie im Downloadbereich unter der Rubrik Schulungsunterlagen

healthIn der Schweiz gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, welche explizit eine Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung für Personen verlangt, welche Arbeiten mit Absturzrisiko ausführen.

Der Arbeitgeber ist aber verpflichtet, für Arbeiten mit besonderen Gefahren nur Personen einzusetzen, welche sich dafür eignen und entsprechend ausgebildet worden sind.

 

Der Gesundheitszustand einer Person darf nicht zu einem Risiko für sie selbst und Dritte werden.

Es empfiehlt sich, Schulungsteilnehmer vor Schulungen für PSA gegen Absturz die Selbstdeklaration Gesundheitszustand ausfüllen zu lassen.


Hier ein Beispiel - die Originaldatei finden Sie im Downloadbereich (Schulungsunterlagen --> Ausbildner - Hilfsmittel und Formulare)

Mit der Selbstdeklaration Gesundheitszustand bestätigt der Teilnehmer, dass er gesundheitlich in der Lage ist, an der Schulung teilzunehmen und später Arbeiten mit Absturzrisiken auszuführen.

Arbeiten mit PSAgA dürfen nur durch nachweislich ausgebildetes und der Situation angepasst ausgerüstetem Personal ausgeführt werden (VUV 5 & 8).

Die Rettung ist dabei jederzeit durch eigene Mittel der Baustelle sicherzustellen.


Leider gab es bis anhin noch riesige Unterschiede bezüglich Inhalte und Dauer von Schulungen für PSAgA.

Schulungen von 30 Minuten Dauer und 15 Teilnehmer waren keine Seltenheit.
Die Ursachen hierfür sind vielfältig und können sowohl beim Auftraggeber (Firma) wie auch beim Schulungsanbieter liegen.

Diese Webseite soll dazu beitragen, diesen Umstand zu verbessern und Schulungsangebote im Interesse der Schulungsteilnehmer zu vereinheitlichen. Siehe Rubrik Schulungsdauer

Eine angemessene Schulungsdauer ist ein Arbeitstag für Personen ohne wesentliche Vorkenntnisse

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